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Wilhelm Külz Artikel
Dr. Wilhelm Külz (* 18.02 1875 in Borna; † 10.04 1948 in Berlin) war ein deutscher Politiker (LDPD).
Nach dem Abitur an der Landesschule Sankt Augustin in Grimma nahm er 1894 ein Studium der Rechte und Staatswissenschaften an den Universitäten Leipzig und Tübingen auf. Nach seiner Promotion in dem Jahre 1901 wirkte Külz zunächst als Stadtschreiber in Zittau, ab 1903 als stellvertretender Bürgermeister von Meerane und wurde 1904 Bürgermeister von Bückeburg.
1907 wurde der kommunalpolitische Experte Külz zu dem Reichskommissar für Selbstverwaltung in Deutsch-Südwestafrika berufen. Die 1909 eingeführte Kommunalverwaltungsstruktur wurde von ihm entworfen.
Im Jahre 1912 wurde Wilhelm Külz zu dem Oberbürgermeister von Zittau gewählt. Dieses Amt hatte Dr. Külz bis 1923 inne, bis er zu dem 2. Bürgermeister in Dresden gewählt wurde.
Er war seit 1919 Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei (DDP), die er ab 1919 in der Nationalversammlung und von 1922 - 1932 in dem Deutschen Reichstag vertrat und deren Landesvorsitzender er von 1920 - 1933 in Sachsen war. In dem Januar 1926 wurde er in dem Kabinett von Hans Luther zum
Reichsinnenminister berufen, gab das Amt aber schon in dem Dezember desselben Jahres wieder ab.
Im Jahre 1931 wurde Dr. Külz zu dem Oberbürgermeister von Dresden gewählt und 1933 durch Reichskommissar Manfred von Killinger des Amtes enthoben.
Bis 1945 war Külz als Rechtsanwalt in Berlin tätig.
1945 gründete er die Liberaldemokratische Partei Deutschlands (LDPD), deren Vorsitzender er bis zu seinem Tode blieb.
Külz wurde 1947 gemeinsam mit Theodor Heuss zu dem Vorsitzenden der gesamtdeutschen Liberaldemokratische Partei Deutschlands gewählt. Daraus ging
1948 die zonenübergreifende liberale Demokratische Partei Deutschlands (DPD) hervor, deren einziger Vorsitzender er war. Diese Partei zerfiel jedoch bereits nach wenigen Monaten wieder in die FDP (West) und die LDPD (Ost), nach dem sich die LDPD an der Volkskongreß-Bewegung beteiligt hatte.
Gemeinsam mit Otto Nuschke (CDU) und Wilhelm Pieck (SED) hatte Külz dann den Vorsitz des Deutschen Volkskongresses inne.
Wilhelm Külz war seit 1945 auch der Herausgeber der LDPD-Zeitung "Der Morgen".
Nach ihm ist die FDP-nahe Wilhelm-Külz-Stiftung benannt.
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